





21.06.2010
Neue Sehenswürdigkeiten in der Judäischen Wüste
Ab Juli 2010 werden 3 neue, z.T. restaurierte Ausgrabungs- und
Austellungstätten in der Judäischen Wüste, zwischen
Jerusalem und dem Toten Meer, für Besucher eröffnet. Die
bekannteste Stätte ist die des "barmherzigen Samariters", ein neu
angelegter Komplex zahlreicher, herrlicher Mosaikböden aus antiken
samaritanischer und jüdischer Synagogen aus der Region Samaria und
Judäa. Obwohl sich es hier um ein Gleichnis aus dem Neuen
Testament handelt, wurde an dieser Stelle bereits im 5. Jahrhundert
eine Gedenkkirche durch die Byzantiner erbaut. Die Verbindung dieses
Ortes mit dem neutestamentlichen Gleichnis entstand wahrscheinlich im
Hinblick auf die noch älteren Funde verschiedener Wohnhöhlen
und Zisternen, die Merkmale einer Herberge an der Straße zwischen
Jericho und Jerusalem. In den Ausstellungsräumen werden die Sitten
und Bräuche der Samariter erläutert. Die beiden anderen
Stätten, die Eutymius- und Martyriusklöster, sind
byzantinische Klöster,von den ältesten Klöstern der
Welt, die mit interessanten Überresten die "Geschichte der
Wüste Jerusalems" erzählen. Bis zum 01.08.2010 ist der Besuch
aller Stätten eintrittsfrei.
11.06.2010
2000 Jahre altes Jerusalemer Aqvädukt zufällig entdeckt
Im Rahmen der Bauarbeiten einer neuen Abwasserleitung in der Nähe
des
sogenannten Sultan's Pool südwestlich des Jaffatores der
Altstadtmauer
wurde ein bis heute unbekannter Teilabschnitt eines Aqväduktes
entdeckt. Die Bauarbeiten wurden zu Gunsten der archäologischen
Rettungsarbeiten eingestellt. Das Aqvädukt wurde auf das 1.
Jahrhundert
v. Chr. datiert.
Es handelt sich um das der Wissenschaft bereits bekannte Aqvädukt
Herodes' des Großen, das Wasser aus der Gegend Bethlehems in
den
Jerusalemer Tempel führte. Auf einem Foto aus dem 19. Jahrhundert
ist eine fast vollständig zugedeckte Brücke zu sehen. Im
Laufe der Jahre ist diese komplett zugeschüttet wurden. Nun ist es
klar, dass die "Brücke" aus dem Foto das Aqvädukt ist. Sobald
die Ausgrabung vollendet wird sollte eine Restaurierung des
Akväduktes im Rahmen der Projektentwicklung "Die Wasserversorgung
Jerusalems in der Antike" durchgeführt werden. Das Projekt ist
sein vielen Jahren in fortgeschrittenen Planung und sollte im Gebiet
des "Sultans' Pool" realisiert werden. Die Wassergesellschaft
Jerusalems, Gihon, unterstützt die Ausgrabungsarbeiten aller neu
entdeckten archäologischen Funde antiker Jerusalemer Wasserwerke
finanziell.
02.06.2010
Brand im Nationalpark Gamla
Am Donnerstag, den 25.05.2010 wurden in einem Großbrand auf den
Golanhöhen 3.000 ha mehrerer Naturschutzgebiete abgebrannt,
darunter auch die Ausgrabungsstätte Gamla. Ursache ist eine
Militärübung in der Nähe in Kombination mit extrem
trockenheißen Wetterbedingungen und starkem Wind. Ob die
Übung gegen die Wettervorschriften des Umweltschutzministeriums
war oder eine sonstige Fahrlässigkeit hier zu Grunde liegt,
wird untersucht. Der Brand zerstörte das Brutgebiet von ca.
40 Paaren des dort lebenden Gänsegeiers. 15 Gänsegeier, die
in der Aklimatisationsstation Gamlas im großen Käfig leben,
wurden in schweren Rauchschwaden evakuiert. Seit dem 30.05.2010 ist der
Nationalpark für das Publikum eintrittsfrei geöffnet. Gamla
war eine jüdische Stadt, die im 1. Jahrhundert v. Chr. vom
König Herodes den Großen gegründet wurde und im Jahr 66
n. Chr. im Großen Jüdischen Wiederstand gegen Rom in einem
dramatischen römischen Angriff fiel. Die antike Synagoge von Gamla
ist die heute weltweit älteste bekannte.
20.05.2010
Drei gerettete Meeresschildkröten wieder frei
Anfang Mai wurden drei Unechte Karettschildkröten, Vertreterinnen
der Meeresschildkröten, nach
ihrer Rehabilitation im Meeresschildkrötenrettungszentrum der
israelischen Natur- und Parkbehörde in Mevoot Yam, nahe Caesarea
Maritima, wieder ins Meer freigesetzt. Eine Meeresschildkröte,
Forrest, 50 kg schwer, erkrankte an einer Lungenentzündung und
wurde von Jugendlichen am Strand liegend gefunden. Die zweite, Schiko,
verschluckte einen Angelhaken und wurde unter vollnarkose operiert.
Allerdings wurde sie nach der gelungenen Operation nicht wach,
höchstwahrscheinlich aufgrund einer Empfindlichkeit gegen das
Narkosemittel. Nach 32 Stunden künstlicher Beatmung wurde wieder
wach. Schai, die dritte Meeresschildkröte, wurde bei Rosh
NaHanikra an der israelisch-libanesischen Grenze versehentlich vom
Fischerboot aus geangelt und von den Fischern umgehend zur
Rettungsstation gebracht. Da der Haken nicht tief war konnte dieser in
einer einfachen Operation entfernt werden. Alle drei verbrachten
mehrere Wochen im Rehabilitationsprogramm. Forrest wurde mit einem Chip
versehen, so dass jeder seine Wanderungen im Internet verfolgen kann: seaturtle
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