





Aus einem größeren
Fischerdorf am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Haifa rasch
zu einem industriellen Ballungsraum, der heute der bedeutendste
Standort israelischer Schwerindustrie ist und nicht weniger bedeutender
Sitz internationaler Hochtechnologie-Firmen. Der große Hafen von Haifa diente vor
dem Zeitalter des Massenflugverkehrs als Haupttor Israels, an dem die
meisten Einwanderer den israelischen Boden erstmals betraten.
Die bemerkenswert schnelle Entwicklung der Stadt Haifa ist nicht
grundlos. Es waren vorallem die Briten, die Haifa als DER Hafen des
Nahen Ostens ansahen und entsprechend die Stadt zum größten
Industriegebiet des Britischen Impeiums ausbauten. Theodor Herzl,
formulierte in seinem Werk "Altneuland"
seine Vision über Haifa als Hauptstadt des zukünftigen
Judenstaates.
Heute ist Haifa für das friedliche Zusammenleben
unterschiedlichster Bevölkeungen besonders bekannt. Es leben hier
Juden, Christen und Moslems sowie Bahai, ohne jegliche Konflikte.
Für die Bahai ist Haifa die heiligste Stadt der Welt, weshalb sie
ihr
Weltzentrum
hier plazierten.
In Haifa bauten die deutschen "Templer"
ihre erste
Kolonie im Heiligen Land. Diese ist bis heute eine
der schönsten Straßen in Israel.
Für eine Haifatour
könnten folgende Orte eingeplant werden:
Aussichtspunkt und Stadtpromenade
Lewis, von der aus die ganze Stadt zu sehen ist, der
Bahai-Schrein, die
Ahmediyyamoschee, Wadi
Nisnas, wo die mediterrane Atmosphäre dominiert, die
deutsche Templerkolonie, das
historische
Technikumgebäude, wo das Hebräische das Deutsche als
Wissenschaftssprache der jüdischen Gemeinschaft in Palästina
ablöste, und das Karmelitenkloster "Stella Maris".
Das Karmelgebirge, eine klassisch mediterrane Landschaft, bleibt neben
seiner Schönheit auch eine der ersten Kulturstätten des
Landes: Die
Höhlen des Steinzeitmenschen, an denen die
Kultivierung des Weizens an einem sehr frühen Stadium nachgeweisen
worden ist.
Am Horn des Karmels
sollte, der Tradtion nach, die Geschichte Elias und der Propheten des
Baal geschehen sein. Dies wird durch eine einsam gelegene Kirche
verewigt.
Der Pionierort
Zichron
Jaakow ist ein romantisches Städtchen mit Geschichte. In der
Nähe der Stadt kan man in einem intensiv gepflegten Park das
Grab
des Baron Edmond James de Rotschild besichtigen.
Cäsarea,
heute eine archäologische Ausgrabungsstätte, war einst die
Hauptstadt des Landes Israel. Hier baute König Herodes der
Grße den größten
Hafen seiner Zeit im
ganzen Römischen Imperium. In der neugebauten Stadt errichtete er
ein
Theater, ein
Hippodrom,
Bäder,
Lager, einen
Jupitertempel und
einene
königlichen Palast.
Von all diesen gigantischen Bauten sind zahlreiche Überreste heute
noch zu sehen.
Cäsarea ist für das Christentum ein bedeutender Ort. Hier ist
Kornelius dank der Taufe christlich geworden, der erste Nichtjude, der
es tat. Nachdem Paulus in Jerusalem festgenommen und nach Cäsarea
als Abreiseort vor der Reise zu seinem Gericht in Rom von
römischen Legionären gebracht wurde, wie es das Neue
Testament erzählt, verbrachte er hier innerhalb des
königlichen Palastes eine Zeit seiner Haft. Damals war der Palast
Residenz des römischen Präfekt der Provinz Judäa,
Pontius Pilatus.
Hier treffen das Neue Testament und die Archäologie einander. Von
hier aus ist das Christentum in die weite Welt außerhalb Israels
hinausgegangen.

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