






Das Untere Galiläa, ein Mosaik von Bergen und Tälern, widerspiegelt für viele das typische, authentische Landschaftsbild des Landes Israel. Traditionelle Dörfer, zehlreiche Kibbutzim und Moshavim, Wälder, Acker und Haine machen das Untere Galiläa zu einer der romantischeren Regionen Israels.
Hier findet man Spuren fast aller
historischen Herrschaftsmächte des Landes. Hier war der
Hohe Rat der Juden ab dem 2.
Jahrhundert n. Chr. aktiv und hier wurde die jüdische
Mischna geschriben.
Südlich der Hügellandschaft Galiläas erstreckt sich die
große Jesreelebene. Dieses Tal, die einzige breite, durchgehende,
ebene Querverbingung von der Mittelmeerküste im Westen zum
Jordantal im Osten, ist als solche strategisch besonders wichtig.
Etliche Kriege fanden hier im Laufe er Geschichte statt, vom
ägyptischen Militär im 2. Jahrtausend v. Chr. bis hin zu der
britischen Armee im Ersten Weltkrieg.
In der Jesreelebene begann die jüdische Neubesiedlung des Landes
in der Moderne, in Form landwirtschaftlicher Siedlungen. Die
zionistischen Pioniere kauften das sumpfige Land und machten es zu
einem landwirtschaftlichen Vorbild.
In diesem Tal fuhr die historische "Tal-Eisenbahn", ein Zweig der
deutsch-türkischen Hedschasbahn, der die Hauptlinie mit dem
wichtigen Hafen in der Bucht von Haifa verbunden hat.
Am Südrand der Jesreelebene
liegt das Gebirge Galiläa, auf dem die Helden Saul und Jonathan
gefallen sind, wie es uns das Klagelied Davids poetisch beschreibt.
Eine Tour im Unteren Galiläa könnte die Besichtigung
verschiedenster Orte enthalten, wie z. B. die griechisch-römischen
Städte
Zippori
(Sepphris) und
Beit
Schean (Scythopolis), die eine Zeit lang die weltweit aktivste
Ausgrabungsstätte war, die jüdische-hellenistische
Begrabungsstätte
Beit Shearim, einige der politisch geprägten
Siedliungen "Mizpim",
unterschiedliche arabische
Dörfer, den Gipfel des
Gebirges Gilboa, mehrere jüdische
Pionierstätte, den ersten
Moshav
Nahalal, die alttestamentlichen Ausgrabungsstätten
Tel
Megiddo und Tel Jesreel
sowie einige der Wasserquellen,
die Schauplatz biblischer und historischer Ereignisse waren.
Das Jordantal, das sich im Osten
des ganzen Landes von der israelisch-libanesischen Grenze im Norden bis
zum Toten Meer im Süden erstreckt, ist ein Teil des längsten
geologischen Grabens des Erdoberfläche, des Großen
Afrikanischen Grabenbruches.
Der Jordan,
der im tiefsten Bereich des Tals fließt, markiert den Verlauf der
israelisch-jordanischen Grenze.
Für mitteleuropäische Verhältnisse ist der Jordan nicht
mehr als ein Bach; für nahöstliche Verhältnisse ist es
jedoch einer der bedeutenderen Flüsse überhaupt. Dieser
geographische Zusammenhang könnte klarer stellen, wieso das kleine
Fließgewässer eine derartige Bedeutung in der
jüdisch-christlichen Tradition bekommt.
Eine Jordantaltour könnte u. a. einen Besuch des
Deganjadammes
enthalten, der den See Genezareth verstaut, des "Friedeninsels", der auf
jordanischem Boden ist, des ehemaligen Kibbutzortes und
Besucherzentrums
Gesher, der
Kreuzritterburg "Belvior", des
Jordantalmodells, und der
Taufstelle Jesus'.

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